Der Cospudener See ist wie die meisten Seen um Leipzig herum ein künstliches Gewässer, das auch Braunkohletagebauen entstand. Der Cospudener See ist in dieser Entwicklung eines stillgelegten Tagebaus aber etwas Besonderes.
Er war der erste Leipziger Braunkohletagebau, der nach der Wende 1989 zum See geflutet wurde. Das Flutungsende fiel auf das Jahr 2000, und so beteiligte sich Leipzig unter anderem mit dem Wandel vom Tagebau zum Freizeitsee an der EXPO 2000 in Hannover. Die Eröffnung in Hannover war damals am 1. Juni und auch der Cospudener See und das Pier1 wurden damals an diesem Tag feierlich und mit einer großen Open Air Party eingeweiht.
Für die Nachnutzung des Cospudener Sees gab es seit Ende 1998 eine Internationale Ausschreibung der Anrainerkommunen Leipzig, Markkleeberg und Zwenkau. In Lose aufgeteilt konnten sich Unternehmen für Gastronomie, Schifffahrt, Strandbetrieb, Wohnungsbau oder eben Hafenbau bewerben.
Das war die Geburtsstunde von Pier1, dem Familienunternehmen, dass so eng mit dem Cospudener See verwoben ist, dass beide meistens in einem Atemzug genannt werden. Das Pier1 ist nicht nur das Unternehmen, dass sich für Hafenbau und Strandbetrieb beworben hatte und den Zuschlag erhielt, Pier1 ist auch der Name des Hafens selbst, der mit seiner weit in den See reichenden Pier das Markkleeberger Ufer des Cospudener Sees prägt. Hier ist ein quirliger Hafen mit Ferienwohnungen, Bootsliegeplätzen, Sauna im See, tollen Restaurants und Cafés, Vereinsräumen und Biergarten entstanden.